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Infos zu Rauchmeldern

Info-Point > Rauchmelder

Rauchmelder, der Lebensretter
Rauch tötet leise und heimtückisch. Brände verbrauchen Sauerstoff. Feuer setzt Giftgase frei. Besonders gefährdet sind schlafende Menschen. Rauch reizt die Augen und verursacht Furcht und Panik. Mehr als 10 m in dichtem Rauch zurückzulegen, ist kaum möglich. Rauch wirkt schnell. Schon immer bestanden diese Gefahren bei allen Bränden. Die Häufung von brennbaren Ausstattungsstücken aus Natur- und Kunststoffen in unseren Wohnungen und der Ersatz nicht entflammbarer Stoffe durch Kunststoffe haben die Gefahren vergrößert. Rechtzeitig auf einen Brand aufmerksam zu werden, kann lebenswichtig und lebensrettend sein. Rauchmelder und andere Brandmelder sollen und können vor dem Rauch warnen und zu Lebensrettern werden. Sie erhöhen die Rettungschancen, auch wenn sie keinen absoluten Schutz bedeuten.Es ist bekannt, daß Todesfälle bei Bränden insbesondere während der Nacht auftreten. Die Menschen werden im Schlaf überrascht und wachen in vielen Fällen nicht mehr auf. Die Brandentdeckungszeit und damit die Hilfsfrist sind zu diesen Zeiten ebenfalls sehr lang. Der erst mit dem Notruf beginnende Feuerwehreinsatz hat dann "nichts mehr zu gewinnen".Eine entsprechende Auswertung hat ergeben, daß sich etwa 70 % aller Kritischen Wohnungsbrände mit Todesopfern in den 8 Stunden zwischen 23.00 Uhr und 7.00 Uhr ereignen.In den 16 Stunden zwischen 7.00 Uhr und 23.00 Uhr ereignen sich dementsprechend nur noch 30 % dieser Einsätze.Damit ist die Wahrscheinlichkeit eines solchen Brandes während der Nacht fast fünfmal höher als während der Tageszeit. Eine Brandfrüherkennung durch private Rauchmelder hätte hier mit Sicherheit einen deutlichen Effekt. Das wesentliche Problem ist allerdings die Ausstattung der relevanten Wohneinheiten. Eine flächendeckende Einführung wäre natürlich der Idealzustand.Sie sollten sich daher Gedanken über die Anschaffung eines Rauchmelders machen, wenn man bedenkt, dass jährlich bei Bränden in Deutschland ca. 700 Menschen ihr Leben lassen müssen. Abgesehen von 6.000 Schwerverletzten und 60.000 Leichtverletzten.

Wie funktioniert ein Rauchmelder für den Hausgebrauch?
Die meisten modernen Rauchmelder für den Hausgebrauch arbeiten nach dem optoelektronischen Streulichtprinzip. Eine Lichtquelle im Gerät durchleuchtet alle paar Sekunden in Form eines Prüfblitzes die Meßkammer des Rauchmelders. Sind Rauchpartikel in einer bestimmten Konzentration in die Kammer eingedrungen, wird der Lichtblitz reflektiert. Das Streulicht trifft auf eine Fotozelle, die über eine Elektronik den Alarmton (ca. 85 dB) auslöst. Manche Gerätetypen können auch über zweiadrige Leitungen miteinander verbunden werden, so daß auch größere Wohnungen oder Einfamilienhäuser flächendeckend überwacht werden können. Dies wird im Werbe-material als Tandembetrieb oder Tandemschaltung bezeichnet. Ein Alarmton wird von allen Geräten dieses Verbundes abgestrahlt, wenn einer der Sensoren Rauch erfaßt. So kann in einem Wohnobjekt auch eine entfernt aufgetretene RauchentwickIung z.B. im Keller oder auf dem Dachboden wahrgenommen werden.

Worauf muß ich beim Kauf achten?
Es gibt innerhalb der EU noch keine einheitliche europäische Norm. Eine Norm für "Haushaltsrauchmelder" wird derzeit ausgearbeitet! Qualitativ hochwertige Rauchmelder, die auf dem deutschen Markt angeboten werden, sollten das Zeichen tragen oder der britischen Norm (BS 5446 Teil1 1990) bzw. dem USA Standard (UL 217) entsprechen. Ob es sich um ein Gerät handelt, das diese Norm(en) erfüllt, ist meistens der Verpackung zu entnehmen. Sonst sollte man sich das vom Verkäufer bestätigen lassen. Außerdem müssen die Rauchmelder das CE-Zeichen tragen. Sind Geräte mit einem "GS"-Zeichen versehen, so bedeutet das lediglich, daß eine Prüfung nach dem Gerätesicherheitsgesetz durchgeführt wurde, d.h. vereinfacht gesagt: Von diesen Geräten geht für Personen keine Gefahr aus ("Leben und Gesundheit werden durch das Gerät nicht gefährdet")

Was kosten die Geräte?
Die 9 Volt Rauchmelder der Markenhersteller kosten zwischen € 10,00 - € 50,00. Die 12 Volt und 220 Volt Produkte kosten je nach Ausführung etwa € 75,00.

Wie viele Rauchmelder werden in einer Wohnung oder einem Haus gebraucht?
Die Hersteller von Rauchmeldern für den Hausgebrauch unterscheiden zwischen "Mindestschutz" und "Erhöhtem Schutz"."Mindestschutz" - in Wohnungen: Ein Rauchmelder vor dem Schlafbereich; bei Wohnungen mit mehreren Schlafbereichen z.B. Kinderzimmer, Elternschlafzimmer sollte vor jedem Schlafbereich ein Rauchmelder installiert werden. "Mindestschutz" in Wohngebäuden (Einfamilienhaus): Ein Rauchmelder in jeder Etage (auch Keller) und vor jedem Schlafbereich.Bei "Erhöhtem Schutz" sollte in jedem Raum (auch Dachboden und Kellerraum) ein Rauchmelder installiert werden. Für die Installation mehrerer Rauchmelder kann die schon erwähnte Tandemschaltung genutzt werden. Rauchmelder werden mit Montagematerial geliefert und sind nach den Hinweisen der Bedienungs- und Montageanleitung zu montieren. Sie sollten möglichst in der Raummitte angeschraubt werden. Die Installation eines Rauchmelders im Kinderzimmer wird von der Feuerwehr besonders empfohlen. Es ist aber auch wichtig das in der Küche kein Rauchmelder montiert wird, da Fehlalarme durch Wasserdampf ausgelöst werden können. Für besonders staubige Räume wird ebenfalls von der Montage eines Rauchmelders abgeraten.

Wann muß die Batterie gewechselt werden?

Bei nachlassender Batterieleistung ertönt ein Signalton. Je nach Hersteller bis zu mehreren Tagen.

Wie kann man sicher sein, daß der Rauchmelder für den Hausgebrauch auch funktioniert?
Wichtig ist, daß die mitgelieferte Batterie sofort nach Montage auch eingesetzt wird. Je nach Gerätetyp (Hersteller, Anbieter) gibt es für die weitere Funktionsprüfung in zeitlichen Abständen verschiedene Möglichkeiten:Das Gerät ist mit einem Testknopf ausgerüstet, über den ein Alarm ausgelöst werden kann. Das Gerät ist mit einer Leuchtdiode ausgerüstet, die bei normalem Betrieb mehrmals in der Minute blinkt. Das Gerät ist mit Testknopf und Leuchtdiode ausgerüstet

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